Warum gingen Menschen früher auf Reisen und wann umrundeten die ersten Frauen die Welt? Warum sind wir heute so gerne unterwegs? Wie können wir jetzt und in Zukunft nachhaltig reisen?
Diese Fragen stehen im Mittelpunkt unserer Seminare übers Reisen. Darin geben wir Anstöße, bringen Literatur mit, zeigen Bilder von unserer Weltreise – und wollen natürlich auch wissen, wie die Teilnehmer*innen reisen.
Burg Fürsteneck, fotografiert von Marius Auth
Unser Wochenendseminar „Hallo Welt: Die Kunst des Reisens“ findet vom 12. bis 14. Dezember 2025 in der Akademie Burg Fürsteneck statt.
Die größte Sehenswürdigkeit, die es gibt, ist die Welt – sieh sie Dir an!
Kurt Tucholsky
Urlaub ist – so der bekannte Spruch der Tourismusindustrie – die schönste Zeit des Jahres. Reisen dagegen ist eine Kunst und kann auch mal richtig anstrengend sein. Glücklich macht es trotzdem, denn wer aufmerksam unterwegs ist, entdeckt immer wieder Neues und lernt die Welt und sich selbst ein wenig besser kennen.
Doch durch den Massentourismus hat das Reisen seine Unschuld verloren: Einheimische protestieren dagegen, dass Touristen ihre Heimat zerstören, angesichts der Klimakrise machen Begriffe wie „Flugscham“ die Runde. Also was tun?

Gemeinsam wollen wir über das Reisen einst, jetzt und in der Zukunft nachdenken, Fragen stellen und nach Antworten suchen. Und uns informieren: Seit wann und warum reisen Menschen? Was trieb die großen Entdecker an? Wann reisten die ersten Frauen? Wann und wie entwickelte sich der Tourismus? Wie verändert er das Reisen? Und wie wollen wir selbst unsere Art des Reisens ändern?
Diese Fragen diskutieren wir mit den Teilnehmer*innen und tauschen uns über Reise-Erfahrungen aus. Außerdem stellen wir besondere Reisende und lesenswerte Reiseliteratur vor und berichten natürlich auch ein wenig von unserer eigenen Weltreise.
Elkes dreiteilige Reihe über „Frauen auf Reisen“ läuft an mehrereren Frauenakademien und Volkshochschulen. Die Geschichte(n) machen Mut und inspirieren.
Wie es den Maler drängt, ein Bild zu malen, den Dichter seine Gedanken auszusprechen, so drängt es mich, die Welt zu sehen.
Ida Pfeiffer
Ida Pfeiffer ist eine echte Pionierin: Die Wienerin lebte von 1797 bis 1858 und reiste als erste Frau – unter vielen Mühen und gegen alle Vorurteile – in den Dschungel von Borneo. 1846 startete sie zu ihrer ersten Weltreise und sagte damals „Wie es den Maler drängt, ein Bild zu malen, den Dichter seine Gedanken auszusprechen, so drängt es mich, die Welt zu sehen.“ Und damit war sie nicht alleine. Auch andere Frauen wagten den Aufbruch.
Heute ist Reisen leicht und selbstverständlich. Eigentlich. Doch Reisen ist mehr als „Urlaub machen“ und deshalb kann es manchmal auch herausfordernd sein.
Auch für mich ist Reisen mein Lebenselixier. Deshalb bin ich zusammen mit meinem Mann 19 Monate um die Welt gereist. Von April 2016 bis Oktober 2017.